Neuro-Optometrie


Die Neuro-Optometrie ist ein Spezialgebiet der Klinischen Optometrie an der Schnittstelle zur Neurologie. Primär befasst sich die Neuro-Optometrie mit Veränderungen am Sehnerv und im Gehirn, da das Sehen im Gehirn stattfindet und die visuelle Wahrnehmung und Verarbeitung ein komplexer Prozess ist. Die Augensteuerung wird durch das Gehirn wahrgenommen und koordiniert diese mit verschiedenen anderen Systemen.

Somit ist nicht jede Sehstörung automatisch ein Augenproblem.

Die Störung kann zum Beispiel auch durch eine Veränderung im Gehirn bedingt sein.



Neuro-Optometrischen Sprechstunde

versus

Optometrische Grunduntersuchung

Eine Optometrische Grunduntersuchungen kann folgende Untersuchungen beinhalten:

- Hornhautoberfläche (Corneatopografie)

- Hornhautdicke (Corneapachymetrie)

- Augeninnendruck (Teil den Glaukomvorsorge)

- Augenbiomikroskopie (z.B. Tränenfilm, Katarakt, Glaskörper,...)

- Netzhaut im Augenhintergrund (z.B. Makulaerkrankung, Sehnervkopfveränderung wegen Glaukom, Blutgefässe bei Bluthochdruck oder Diabetes,...)

- Sehstärkenmessung (z.B. Ferne, PC-Distanz, Nähe,...)

- Binokularsehen (z.B. Strabismus/Schielen, Doppelbilder,...)

- Gesichtsfeld (Teil der Glaukomvorsorge)

- . . .


Eine Neuro-Optometrische Spezialuntersuchungen kann mit folgenden Untersuchungen zur Optometrischen Grunduntersuchung ergänzt werden:

- Pupillenreaktion

- Augenmotilität

- Strabismus/Schielen (z.B. neurologisch bedingt)

- Gesichtsfeld (z.B. bei Tumorerkrankung in Kopf)

- Kopf- und Körperhaltung

- Doppelbilder: Monokular vs. Binokular

- Kopfschmerzen, Migräne,...

- . . .







Beispiel: Unterschiedlich grosse Pupillen (mit unterschiedlicher Irisfarbe)




Beispiel: Mit der Gesichtsfeldüberprüfung wird die Zusammenarbeit  zwischen Auge, Sehnerv und Gehirn ausgewertet:   



Neuro-Optometristen arbeiten unter anderem mit Neuro-Ophthalmologen, Neurologen und anderen Spezialisten im Gesundheitswesen zusammen.


Fotos: copyright by visionscience.ch

 
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